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2008. Januar 21.

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RÜCKBLICK AUF DAS VERGANGENE JAHR DER HERENDER PORZELLANMANUFAKTUR

Die Herender Porzellan-Manufaktur AG ist als Hungaricum ein entscheidender Teil des Images von Ungarn. Herend ist in sechzig Ländern der Welt auf sämtlichen bewohnten Kontinenten vertreten, in vielen Ländern wird von Herend, von seinem Porzellan, von seiner Botschaft auf Ungarn geschlossen. Das erlegt dem Kollektiv der Manufaktur zugleich Verantwortung auf, wir müssen so arbeiten, dass wir positive Zeichen setzen, dass wir uns der Werte würdig erweisen, die seit unserer Gründung vor mehr als 180 Jahren geschaffen wurden.

Wir sind der Überzeugung, dass Herend eine ausgezeichnetes, manuell gefertigtes Luxusporzellan erzeugende Manufaktur bleiben muss, die eine Spitzenposition einnimmt und ihre kunsthandwerklichen und industriegeschichtlichen Traditionen pflegt.

Den Rang von Herend zeigt, dass Herend laut der im vergangenen Jahr erstellten Studie des in New York ansässigen Luxury Institute die beliebteste Porzellanmarke auf dem Markt der USA ist. Die befragten Amerikaner ordneten 29 weltbekannte Porzellanmarken nach solchen Gesichtspunkten ein wie ständig herausragende Qualität, Originalität und Exklusivität, darin lag Herend aufgrund der Klassifizierung des „Luxury Brand Status Index” (LBSI) deutlich vor solchen Marken wir Cartier, Tiffany & Co. und Rosenthal. Die obige Anerkennung hebt nicht nur die Herender Marke heraus und positioniert sie an die Spitze, sondern durch Herend auch Ungarn.

Ob wir den Gewinn der Gesellschaft, die Belegschaftszahl der Manufaktur oder die Anzahl der Exportmärkte betrachten, Herend ist eine der größten Porzellan-Manufakturen der Welt.

Bekanntlich ist Herend das einzige verbliebene „Flaggschiff” des ungarischen Privatisierungsprogramms, durch das Mitarbeiter zu Firmenteilhabern wurden. Bei unserer Gesellschaft sind die Mitarbeiter zugleich auch die Mitbesitzer, die Arbeitnehmer sind Mehrheitseigner des Unternehmens – zu nahezu 75 % –, für die die gegenwärtige Eigentumsstruktur einen besonderen Wert bedeutet, die sie nicht ändern möchten. Auch das Jahr 2007 zeigte, das die ungarische, mehrheitlich im Besitz der Arbeitnehmer befindliche Manufaktur in einem sich wandelnden wirtschaftlichen Umfeld gewinnbringend betrieben werden kann, dass sie in der Lage ist, flexibel auf die äußeren Einwirkungen zu reagieren, die Eigentumsstruktur des mehrheitlichen Mitarbeiteranteils und des Staates als Minderheitseigentümer ist auch heute eine erfolgreiche Eigentumsform in Herend.

Die Manufaktur war im Jahre 2007 an zahlreichen, erfolgreichen Ereignissen beteiligt. Was die Marketingtätigkeit anbelangt, können wir sagen, das die Marke Herend weiter gestärkt wurde, dass wir im öffentlichen Bewusstsein präsent sind. Herender Porzellan steht auch heute für erstklassige Qualität und Luxusporzellan, das ein Schatz ist und das zu besitzen eine Auszeichnung ist. Das bestätigen auch unsere Aufträge des Herrscherhauses von Oman im Jahre 2007 und 2008, der zur Einrichtung eines Schlosses in Südfrankreich erhaltene Auftrag und die schon oben erwähnte Studie des in New York ansässigen Luxury Institute.

Wir nahmen 2007 mit Erfolg an zahlreichen Ausstellungen teil, so in Zarskoje Selo in St. Petersburg, im einstigen Schloss des russischen Zaren. Der Rang dieses Ereignisses zeigt sich daran, dass dort noch niemals eine andere ungarische Marke hineingelangen konnte. Doch auch im italienischen Genua wurde eine bedeutende Herender Ausstellung an zwei Orten präsentiert (Museo Chiessone und Palais Rosso) und das Londoner Warenhaus Fortnum&Mason zeigte ebenfalls eine Schau mit Herender Porzellan, deren Eröffnung auch der britische Thronfolger Charles mit seiner Anwesenheit beehrte.

Wir verbuchten im Jahre 2007 schöne diplomatische Erfolge, so besuchten unsere Manufaktur Dr. Karolos Papoulias, der Präsident der Republik Griechenland, der ukrainische Staatspräsident Viktor Justschenko und seine Ehefrau Katerina Justschenko, die Gattinnen des Staatsoberhaupts der Visegráder Vier, Dr. Ottó Habsburg – der Sohn des letzten ungarischen Königs –, den seine Familienangehörigen anlässlich seines 95. Geburtstages bei unserem Unternehmen feierten. Ein denkwürdiger Augenblick war, dass wir seiner Heiligkeit Papst XVI. Benedict Herender Porzellan, das Einzelstück der Porzellanstatue des Hl. Emmerich, überreichen durften.

Erfolgreiche Ereignisse, an denen die Manufaktur im Jahre 2007 beteiligt war: der Große Preis von Ungarn der Formel I, der 182. Anna-Ball in Balatonfüred, das Ungarische Derby, die Rubik-Weltmeisterschaft, der Schönheitswettbewerb Schönste von Ungarn, die Baraká First Class Party, wo wir unserer Herender Schmuckei vorstellten. Beteiligt waren wir auch an der Pannonhalmaer Feier zum St.-Martins-Tag, die von der Herender Porzellan-Manufaktur, der Pannonhalmaer Erzabtei und dem Nationalen Gestüt Bábolna in der Absicht ins Leben gerufen wurde, zum besseren Verständnis unseres nationalen Erbes und unserer kulturellen Werte beizutragen, die einzigartigen kulturellen und touristischen Gegebenheiten der pannonischen Region auszunutzen und zugleich zu bewahren. Den Preis des Hl. Martin erhielt die Sängerin Márta Sebestyén.

Wir waren 2007 in Kapolcs im Tal der Künste dabei und schlossen uns der Veranstaltungsreihe Nacht der Museen an, als in einer einzigen Nacht rund 3000 Gäste Herend besuchten. Wir ehrten mit der Kodály Gedenkmedaille die Vertreter der Künste, mit unserer Fürst Árpád Gedenkmedaille die herausragenden Vertreter des Ungarntums im ganzen Karpatenbecken.

Im Jahre 2007 wurde unsere neue künstlerische Strategie angenommen, von der wir erwarten, die Bedürfnisse der Kunden auf einem hohen Niveau befriedigen zu können und eine stilbildende künstlerische Produktentwicklung hervorzubringen, die Herend in die Lage versetzt, ständig im Zentrum des ungarischen und des internationalen Interesses zu bleiben. Dabei werden die in den kommenden Jahren an der wieder neu zu belebenden Ausbildung von Meisterdrehern und Meistermalern teilnehmenden Kollegen eine entscheidende Rolle spielen.

Die Herender Porzellan-Manufaktur AG schloss mit dem Jahr 2007 ein das vorhergehende Jahr übersteigendes, gewinnbringendes Wirtschaftsjahr ab.

Nach den obigen Gedanken wünsche ich den Lesern des zum Ende des Jahres 2007 gestarteten, neuen Internetportal von Herend ein erfolgreiches Jahr 2008!

Herend, 17. Januar 2008

Dr. Attila Simon
Generaldirektor

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