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2008. Juni 03.

 

Für die Bürger der Stadt Herend, und für die Arbeitnehmer der Porzellanmanufaktur Herend, und vielleicht auch für die Erforscher von Herend ist das eine besondere Nachricht. Ich denke allerdings, dass ich auch Ihnen, dieses persönliche, tagebuchartige Format ausnutzend, vom ältesten lebenden Herend Meister und Hüter alten Wissens, erzählen. Er wurde in Herend geboren, und 1923, als er das erste Mal durch die Tore der Fabrik schritt, konnte er eine der großen Gestalten von Herend, Jenô Farkasházy, persönlich kennen lernen. 42 Jahre war er Arbeitnehmer von Herend, aber auch seine Pensionistenjahre hat er außergewöhnlich aktiv verbracht. Bis 1993 ist er zur Arbeit gekommen, das bedeutet, dass er insgesamt 70 Jahre innerhalb der Mauern der Manufaktur verbracht hat. Verblüffend, nicht wahr? 70 Jahre lang aktiv, präzise und schön zu arbeiten, mit sicherer Hand und scharfem Blick Porzellan zu bemalen, ist eine phantastische, unnachahmliche Handlung. In seiner langen Laufbahn wurde er zum Vorbild der jungen Malergeneration, sie haben viel von ihm gelernt, und er hat gerne gelehrt. Er hat unter anderem Miklós Horthy getroffen, mit der Frau von Mátyás Rákosi zusammengearbeitet, Margit Kovacs gut gekannt, viele besondere Gegenstände bewahren noch heute in den Vitrinen berühmter Leute die Arbeit seiner Hände. Die Meisten würden, ermüdet, ihre Pensionistenjahre mit Ruhe im Kreis der Enkel verbringen. Er allerdings hat da begonnen Englisch zu lernen, sich mit der angewandten Kunst und der Malerei beschäftigt, er flechtet Körbe, fertigt Holzschnitzereien an, erzählt gerne über sein reiches Leben und kommt oft ins Porzellanmuseum Herend. Sei es zur Eröffnung einer Ausstellung, sei es nur um sich inmitten des wundervollen Porzellan auszuruhen, von dem viele Stücke seine Kunst preisen und seine Kunst für die Nachwelt aufbewahren. Der berühmte Spruch von Kamill Aggházy - „ Jene erschaffen das Morgen, die über viele Gestern hinweg am Heute gearbeitet haben" - drückt am besten aus, was des 99. Geburtstages von István Freund, Onkel Steffi würdig ist. Alles Gute Onkel Steffi, und wir wünschen, dass die unter frenetischem Applaus der Herend Gemeinschaft beziehungsweise der Herendfreunde überreichte Vase Sie noch lange an die Liebe und Wertschätzung erinnern kann. Es war ein ergreifender Moment, es war ergreifend, die ihm entgegengebrachte Liebe und die berechtigte Achtung zu spüren. Die Jahresversammlung der Herend Porzellanmanufaktur war eine phantastische Feier des ältesten Meisters, des Kenners des Wissens, des Erschaffers  von Besonderem.

Und währenddessen ist der Sommer da. Vergessen Sie nicht die kürzeste Nacht, Herend erwartet Sie. Das detailierte Programm ist bereits auf unserer Homepage zu finden. Wir glauben, dass die breite Auswahl unserer Programme, ihre Vielfalt der Garant dafür ist, dass jeder etwas nach seinem Gefallen finden kann! Es grüßt das Koboldzeitalter - das Ausstellungsgelände wird von den zauberhaften, märchenhaften Wesen der Keramikerin Éva Bubutimár bevölkert! Das Programm wird an mehreren Orten gleichzeitig ablaufen, es gibt Jazz, Lyrik, Musical, leichte Muse und Instrumentalzauber. Wir erwarten Sie: dies ist das zweite Rendezvous, zu dem wir Sie verführen. Das zweite Rendezvous, welches immer spannender und gleichzeitig inniger ist, als das erste.

Passen Sie auf Sich auf, und ruhen Sie Sich aus, der Sommer ist auch die Zeit der Wiederaufladung. Verwundern Sie sich über die Schönheit, denn jeder Moment ist ewig. Tief drinnen in Ihren Herzen. Überraschen Sie Ihre Lieben mit einer Kleinigkeit, weil es gut ist, sich zu freuen. Und wenn Sie nach Herend kommen, besonders, wenn Sie Gäste der Nacht sein werden, schicken Sie uns danach ein E-Mail, wenn es Ihnen gefallen hat, denn wir freuen uns auch gerne. Denn es gibt nämlich keine größere Freude, als Glück zu verursachen.

Wir sehen uns! Wir sehen uns bald, nicht wahr?