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2008. Juli 10.

Es ist gut, in Herend zu sein, es ist ein Erlebnis, Herend zu besuchen, denn in den letzten Jahren - seit 2001 ohne Unterbrechung - kann man hier bei erlesenen Ereignissen und Veranstaltungen zugegen sein. Seit der viertägigen Jubiläumsfeier verging kein Jahr ohne herausragende Ereignisse, die mit der Herender Porzellan-Manufaktur verbunden waren. Regelmäßig trifft man sich zu Weinabenden, Kammermusik und Programmen mit ganz besonderer Atmosphäre.

Und das ist schon das zweite Jahr, da es sich lohnt, die kürzeste Nacht des Jahres in Herend zu feiern, wie das auch in diesem Jahr viele hunderte Besucher taten.

Es war eine märchenhafte Nacht und ich lade Sie dazu ein, ein wenig hinter deren Kulissen zutreten und die Ereignisse in einem anderem Licht zu sehen.

Die aufgrund der Rückmeldungen bisher erfolgreichste Ausstellung des Museums war dem Zufall zu verdanken. Der Einzug der Wichtel in den Saal des Museums für periodische Ausstellungen war nicht geplant. Dazu musste unser Kollege 2007 in Kapolcs sein (vielleicht erinnern Sie sich an das Herender Debüt im Tal der Künste 2007), der als frischgebackener Papa von der Wichtelwelt im Tal der Künste außerordentlich angetan war. Dort lernte er Éva Bubutimár kennen, von Beginn sprachen sie dieselbe Sprache und 2008 konnte dann diese Welt der Wichtel in der Nacht der Märchen in Herend Einzug halten.

                             

Das vielen sicher noch unbekannte Blechbläserquartett Fourtissimo wurde zum Überraschungserfolg des Abends. Auch ihre Einladung und der herausragende Erfolg war einem Zufall zu verdanken: Wir hörten sie, doch wir wussten nicht, wer sie sind... Wir suchten wochenlang, bis wir sie entdeckten und sie einladen konnten.

Der war alles Zufall. Es soll keine Zufälle geben? Nur das Schicksal? Wenn das das Schicksal ist, kann man vielleicht mit Zuversicht in die Zukunft blicken.

Auch die Organisation war eine Freude, wenn auch zugleich eine Verantwortung. Die Freude und das Vergnügen anderer zu erleben, die Möglichkeit zu bieten, dass sich die Besucher an Herend und die hier verbrachte Zeit mit vollem Herzen erinnern, ist ein großes Erlebnis. Das lässt die Arbeit, Energie, Spannung, einfach alles, vergessen. Deshalb und nur deshalb lohnt es sich.

Man sah glückliche Kinder mit Ildikó Keresztes auf der Bühne tanzen oder Herender Muster auf lächelnden Gesichtern und die Herender Rose auf schönen Fingernägeln. Man konnte überall Wichteln begegnen, den von mehr als hundert Lichtern beleuchteten Ehrenhof bestaunen, am Feuer gemeinsam feiern, Beifall klatschen oder ein kleines Kind auf dem Löwen mit Herender Muster schlafen sehen oder Erwachsene entdecken, die wieder zu Kindern wurden. Die in festliches Licht getauchte Manufaktur zusammen mit einer so großen Menge von feiernden Menschen zu sehen, das war ein erhebender Anblick.

Ich möchte auch persönlich allen danken, die das ermöglichten und dazu beitrugen, allen Sponsoren und Mitwirkenden.

Eine märchenhafte Nacht gibt es nur einmal, doch Herend wurde auch damit einmal mehr zu einer Stadt der Veranstaltungen, die auch das näher rückende Herender Sommerfestival prägen wird.

Es lohnt sich, nach Herend zu kommen!