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2008. November 06.

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Der Gömböc ist der erste homogene Körper, der eine stabile und eine labile, das heißt insgesamt zwei Gleichgewichtspunkte hat. Es lässt sich nachweisen, dass ein über ein geringeres Gleichgewicht verfügender Körper nicht existieren kann. Wie man auch den Gömböc hinlegt, er kehrt immer in seinen stabilen Gleichgewichtspunkt zurück und braucht dazu keinerlei Hilfsmittel, er verdankt diese Eigenschaft ausschließlich seiner speziellen Form. Die Bedeutung der Entdeckung des Gömböc – und dass Ungarn seine Schöpfer sind – ist am ehesten mit dem Rubik-Würfel zu vergleichen. Im Jahre 2007 wurde der Gömböc von dem New Yorker Times Magazin unter die siebzig interessantesten Erfindungen gewählt. Sein Ruf drang auf jeden Kontinent vor. Unter den zehn am häufigsten aufgesuchten Webportalen wurde sie auf Platz fünf vorgestellt, während er von den fünf gefragtesten in China auf allen fünf zu finden ist. Auch die Website der Erfindung (www.gomboc.eu) wurde von mehr als 5.800.000 Besuchern aus 151 Ländern aus mehr als 5000 Städten und mehr als 1000 Universitäten aufgesucht.

Pálma Babos, die künstlerische Leiterin der Herender Porzellan-Manufaktur Zrt., die weltweit als Vertreter des handwerklich gefertigten Porzellans bekannt und anerkannt ist, begann die Zusammenarbeit mit den Erfindern des Gömböc. Herend sieht die Steigerung und die Unterstützung der Bekanntheit des ungarischen künstlerischen und wissenschaftlichen Lebens mit seinen eigenen Möglichkeiten als seine Mission an. Als eine weitere Herausforderung betrachtet die Manufaktur auch die Umsetzung berühmter Formen in Porzellan an. Die Manufaktur schuf deshalb die Form des Gömböc als selbständiges Designobjekt, in Ungarn und im Ausland wurde die Form von zahlreichen Design-Magazinen vorgestellt. Es wurde entschieden, zu versuchen, diese Form auch aus weißem Gold zu schaffen und so wird die bisher aus sechs verschiedenen Materialien gefertigte, weltbekannte ungarische Erfindung nunmehr aus sieben Materialien geschaffen.

Der Gömböc aus Herender Porzellan als die aus dem siebten Material erzeugte Kugel ist vor allem eine Skulptur, ein Raumobjekt, das Ziel ist nicht die Reproduktion der Erfindung aus homogenem Material. Vom Gesichtspunkt des Gebrauchs handelt es sich in erster Linie um einen Schmuckgegenstand, den man auch zur Meditation nutzen kann. Sie versucht nicht der mathematischen Definition des Gömböc zu entsprechen, in diesem Sinne ist es ein „Pseudo-Gömböc ”, sondern er möchte die Form des Gömböc als eine bewegliche Raumplastik zu verkörpern. Der Gömböc aus Herender Porzellan ist der erste funktionierende, nicht homogene Gömböc. Ausschließlich Herend war fähig zu der Erzeugung des hohlen Porzellankörpers und gab der Erfindung damit vielleicht einen neue Forschung-, Gebrauchs- und Herstellungsrichtung. Die Herender Meister fanden bei ihrer Herstellung zahlreiche anderen Nutzungsarten, die in den Herender Werkstätten spannende Produktentwicklungsprojekte ankündigen.

Die erste Präsentation des bemalten Pseudo-Gömböc aus Herender Porzellan fand auf der im Gresham Palota veranstalteten Konferenz der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group am 28. Oktober 2008 statt. Der Ehrengast der Konferenz war der Erfinder Gábor Domokos, der den Herender Gömböc persönlich vorstellte.