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2008. September 12.

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Heuer ist Balatonfüred zum sechszehnten Mal Heimstätte des Salvatore Quasimodo Dichterwettbewerbs und der Preisverleihungsgala am 5.-6. September; die Herend Porzellanmanufaktur unterstützt diese Veranstaltung seit 10 Jahren. Diese Unterstützung ist organischer Teil der vielverzweigten Beziehungen zwischen der Manufaktur und der Stadt Balatonfüred.

In der erneuerten Umgebung des revitalisierten Stadtteils der Reformära gibt das ebenfalls umgebaute Anna Grand Hotel die elegante Kulisse für dieses niveauvolle kulturelle Programm.
Heuer fällt der Dichterwettbewerb auch in ein Jubiläumsjahr. Am 14. Juni dieses Jahres ist der 40. Jahrestag des Todes von Salvatore Quasimodo.

Den Ehrenschutz der Veranstaltung haben Seine Exzellenz Paolo Guido Spinelli, der Botschafter der Republik Italien und Katalin Bogyay, Staatssekretärin des Unterrichts- und Kulturministeriums.

Zum Salvatore Quasimodo Dichterwettbewerb des Jahres 2008 haben 135 Bewerber ihre Gedichte eingesandt. Im heurigen Jahr kamen außer den heimischen Bewerbungen Gedichte aus der Ukraine, aus Rumänien, Serbien und auch aus Irland.

Der Gedenkpreis ging an das Gedicht Alle Länder der Welt von Krisztina Toth, der Sonderpreis an das Gedicht Er saß weiter mit gesenktem Kopf (In Erinnerung an Gáspár Nagy) von Attila T. Barna.
10 Dichter wurden mit Urkunden ausgezeichnet. Alle 12 ausgezeichneten bekamen die mit Jahreszahl und der Aufschrift Balatonfüred versehenen Bonbonieren der Porzellanmanufaktur Herend.


Ergänzende Informationen

Die Geschichte des Salvatore Quasimodo Dichterwettbewerbs

Salvatore Quasimodo war 1961 in Begleitung von György Szabó in Balatonfüred. Er hat den Gedenkbaum von Tagore gesehen und seine Zeilen gelesen. Salvatore Quasimodo hat, ähnlich wie Rabindranath Tagore, in dieser Stadt seine Gesundheit zurückgewonnen. Er hat auch einen Baum gepflanzt und seine Gefühle der Balatoner Landschaft und Balatonfüred gegenüber als Gedicht zum Ausdruck gebracht. Die Tradition des Baumpflanzens hat Rabindranath Tagore 1926 begonnen, und seitdem pflanzen Berühmtheiten, Botschafter und Politiker zur Erinnerung an ihren Besuch in Balatonfüred Baumschösslinge im sogenannten Unteren Park über der Tagore Promenade.

Im Jahre 1992 besuchte wieder ein Italienischer Dichter Balatonfüred und pflanzte einen Baum: Franco Cajani. Auf die Initiative des Dichters und Kunsthistorikers entstand der Gedanke des Dichterwettbewerbs, beziehungsweise des Quasimodo Gedenkpreises.

Die Selbstverwaltung der Stadt Balatonfüred, beziehungsweise die durch sie geschaffene Quasimodo Stiftung, hat zum Gedenken an den Italienischen Dichter und Nobelpreisträger einen Gedenkpreis gestiftet, der jährlich an auf Ungarisch dichtende Dichter ausgelobt wird. Der Verfasser der für am Besten befundenen Kreation gewinnt den mit einem Stipendium einhergehenden Gedenkpreis, und dazu noch die von Tibor Borbás kreierte Bronzeplakette, die Quasimodo darstellt. Jeder der 12 Ausgezeichneten bekommt seit 10 Jahren je eine mit Jahreszahl und der Aufschrift Balatonfüred versehene Herend Porzellanbonboniere geschenkt.

Von den eingelangten Bewerbungen werden die mit dem Gedenkpreis sowie dem Sonderpreis ausgezeichneten Gedichte auch in die Italienische Sprache übersetzt. Die Preisverleihung findet in feierlichem Rahmen in Gegenwart der internationalen Jury statt. Veranstaltungen mit Bildender Kunst und Musik begleiten den programmreichen Abend, an dem bekannte Vortragskünstler die prämierten Gedichte vorlesen. Seit 1994 erklingen die prämierten Werke auch auf italienisch, in der Übersetzung des Schauspielers Alessandro Quasimodo, dem Sohn des Dichters.

Franco Cajani präsentiert seit 1992 jedes Jahr in Balatonfüred einen zeitgenössischen bildenden Künstler, dessen Ausstellung von der Preisverleihung an ein Monat lang zu sehen ist.