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2008. Juni 02.

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Am 28. Mai 2008 konnten die Teilnehmer der ordentlichen Jahresversammlung der Porzellanmanufaktur Herend Zeugen eines feierlichen Moments werden. Zu diesem Zeitpunkt wurde nämlich das älteste Mitglied der Schaffensgemeinschaft Herend, der 99 Jährige István Freund, Onkel Steffi, von den Vorständen der Manufaktur zu seinem Geburtstag beglückwünscht.

Der betagte Meister empfing gerührt die Worte von Dr. Zoltán Gaál, dem Direktionspräsidenten, sowie die Geschenke und den minutenlangen Applaus der Anwesenden.

Mit allergrößter Freude denkt er allerdings an jene Überraschung, die ihm einige Wochen vor der Veranstaltung gemacht wurde. Da wurde er nämlich von der Manufaktur gebeten, ein Meisterwerk, eine mit Rosen verzierte Vase, gemeinsam mit seinem Schüler László Sebestyén, zu malen. Dieser Bitte hat er mit großer Freude entsprochen.

Diese Vase war natürlich eines der Geschenke, die Onkel Steffi noch am gleichen Tag dem Porzellanmuseum Herend und der Nachwelt empfohlen hat.

(Laudatio:)

István Freund, „Onkel Steffi” ist ein echter Herender. Er wurde am 9. Juni 1909 geboren.
Am 10. Mai 1923 kam er als Lehrling in die von Jenö Farkasházy geführte Porzellanfabrik. Nach vier Jahren Lehre, im August 1927 bekam er seinen Freibrief, wurde zuerst Malergeselle, später dann Hilfsmaler, Maler und Lehrer. Später hatte er neben dem Malen und Lehren auch noch verschiedene andere Positionen inne: er war Musterdesigner, Schriftführer und sogar Qualitätsverantwortlicher.
Onkel Steffi hat bis 1969, das heißt 42 Jahre als Maler in der Manufaktur gearbeitet. Danach hat er sein hervorragendes Fachwissen und sein Maltalent noch Jahrzehntelang in der Facharbeiterausbildung zum Tragen gebracht. Er hat auch als Pensionist bis 1993 weitergearbeitet, und die Herend Maler unterrichtet. So hat er insgesamt 70 Jahre in den Mauern der Manufaktur verbracht.
Seine unendliche Geduld, sein Fachwissen und seine menschliche Haltung machten ihn zum würdigen Vorbild seiner unzähligen Schüler und Mitarbeiter.
Als Maler hat er viele sogenannte SP, das heißt Spezialprodukte gemalt. Er selbst erinnert sich allerdings am liebsten an die erste Parlament-Vase, die er gemeinsam mit einigen Kollegen gefertigt hat.

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