2006. Oktober 02.
Die Herender Porzellan-Manufaktur hätte keinen geeigneteren Ort wählen können, um ihre Wertschätzung, ihre Würdigung der Künste zum Ausdruck zu bringen.
Zum feierlichen Auftakt der Spielzeit 2006/2007 der Ungarischen Staatsoper, die mit der Aufführung von Drei Bühnenstücken des weltbekannten ungarischen Komponisten Béla Bartók eröffnet wurde, ergab sich die ausgezeichnete Gelegenheit, mit der Übergabe eines in der Manufaktur angefertigten Meisterwerks die Anerkennung, die Wertschätzung eines der wichtigsten Vermittler des kulturellen Lebens in Ungarn, des Staatlichen Opernhauses, sowie der ungarischen Operntradition auszudrücken.
Die Geschichte der Opernaufführung in Ungarn blickt auf eine über 300 Jahre währende Tradition zurück, seit 1884 ist das von Miklós Ybl entworfene Opernhaus ihre Heimstatt. Das Opernhaus ist neben dem Nationalmuseum und dem Vigadó das bedeutendste Baudenkmal aus dem 19. Jahrhundert. In dem Neorenaissance-Gebäude verschmelzen dank der bis ins Detail gehenden Aufmerksamkeit von Miklós Ybl Stilelemente der Renaissance und des Barock, Architektur und Skulpturen, Ornamentik, Holz- und Metallarbeiten zu einer harmonischen Einheit. Noch die winzigsten Details (Lüster, Wandleuchten, Türklinken) tragen die Handschrift des Meisters.
Mit dieser feinen, aufmerksamen Umsicht fertigten die Herender Meister auch die besonders geformte Schmuckvase im Stil des Neoklassizismus, die das Opernhaus zeigt und die die Herender Porzellan-Manufaktur am 15. September dem Opernhaus als Zeichen der Anerkennung übergab. Die Vase wurde in einer besonderen Technik gefertigt, zur Ausführung war das außerordentliche Fachwissen des Meistermalers nötig, denn auf die Vase musste das Abbild des Operhauses so aufgebracht werden, dass die Rundungen der Vase frontal gesehen die Ansicht nicht verzerren. Die Schmuckvase überreichte der Generaldirektor der Herender Porzellan-Manufaktur Dr. Attila Simon dem kommissarischen Direktor der Ungarischen Staatsoper im Rahmen der Eröffnungsvorstellung.
Dieser Auftakt der Spielzeit brachte die Gelegenheit zur Aufführung von Drei Bühnenstücken von Bartók, dem größten Ungarn des 20. Jahrhunderts. Zum 125. Geburtstag von Béla Bartók brachte die Herender Porzellanmanufaktur ihren Dank und ihre Wertschätzung gegenüber den heutigen herausragenden Vertretern und Förderern der Künste zum Ausdruck. So wurden dem Opernhaus der Preis Für die ungarische Kunst und in Zusammenarbeit mit der Herender Porzellan-Manufaktur der Béla-Bartók-Gedenkpreis als Anerkennung ihrer bisherigen Arbeit überreicht. Der Preis war natürlich eine aus Herender Porzellan gefertigte Bartók-Büste, die der Stifter des Preises Für die ungarische Kunst Lajos Gubcsi übergab.