2004. November 15.
Schon zum vierten Mal wurde das Fest zum St.-Martins-Tag veranstaltet und in diesem Rahmen auch die Übergabe des St.-Martins-Preises.
Im Jahre 2001 gaben die Erzabtei von Pannonhalma, die Bábolna Rt. (der heutige Rechtsnachfolger des Gestüts Bábolna Nemzeti Ménesbirtok Kft.) und die Herender Porzellan-Manufaktur die Absichterklärung ab - die auch vom Wirtschaftsministerium und vom Ministerium für kulturelles Erbe unterstützt wurde -, die auf die breitere Bekanntmachung, die Nutzung und die Bewahrung der einzigartigen kulturellen und touristischen Schätze der Region Nordpannonien gerichtet ist.
Der offensichtlichste Teil des Zusammenwirkens ist das nunmehr schon zum vierten Mal veranstaltete Fest zum St.-Martins-Tag und im Rahmen dessen die Übergabe des St.-Martins-Preises an eine hervorragende Persönlichkeit, die sich für die oben genannten Zeile aktiv engagiert.
Bei der diesjährigen Preisverleihung begeisterte das Publikum nach der Begrüßungsansprache des Erzabtes Asztrik Várszegi das Spiel des Kammerorchesters Liszt Ferenc. Der Festansprache des evangelischen Bischofs folgte die feierliche Übergabe des von dem Herender Porzellankünstler László Horváth geschaffenen Preises an den Verfassungsrechtler Dr. István Kukorelli, der ihm von den Gründern, von Asztrik Várszegi, dem geschäftsführenden Direktor Tamás Rombauer und Sándor Polányi, dem Generaldirektor der Herender Porzellan-Manufaktur AG, überreicht wurde.
Traditionell beschloss die Segnung der Ernte und des neuen Weins den offiziellen Teil des Festes, anschließend erwartete die geladenen Gäste eine Reihe von kulinarischen Gänsespezialitäten.
Die bisherigen Preisträger des St.-Martins-Preises:
2001 István Nemeskürti
2002 Ernő Pungor
2003 Gáspár Nagy
Dr. István Kukorelli (52) wurde in Tét im Komitat Győr-Sopron geboren.
Sein Interesse galt immer dem humanen Bereich: Schon in seiner Jugendzeit zogen zog ihn die Geschichte und die Literatur in ihren Bann. Nach der Absolvierung der Juristischen Universität begann er seine Laufbahn als Assistent am Lehrstuhl für Staatsrecht, seit dem 1. Juli 1991 ist er Lehrstuhlleiter, 1988 erwarb er den Grad eines Kandidaten und 1998 habilitierte er. Im Juni 1999 wurde er zum Universitätsdozenten ernannt. Dr. István Kukorelli ist Mitglied des Rates der Universität Eötvös Loránd und war von 1988-1989 stellvertretender Dekan. Im Jahre 1996 wurde er zum Vorsitzenden des Civitas-Verbandes gewählt. Zwischen 1995 und 1998 war er ständiger Fachberater der Kommission zur Vorbereitung der Verfassung im Parlament. Dr. István Kukorelli ist Gründungsmitglied des Forums unabhängiger Juristen, der Ungarischen politikwissenschaftlichen Gesellschaft und des Verbandes der Verfassungsrechtler. Seit 1995 ist er Vorsitzender des Landesverbandes für Verbraucherschutz. Er ist Mitglied der Vollversammlung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und der Juristischen Sektion. 1989 war er Sekretär des Landeswahlpräsidiums, seit 1997 ist er Vorsitzender der Landeswahlkommission. Das Parlament wählte ihn im Jahre 1999 zum Verfassungsrichter.
Dr. István Kukorelli ist verheiratet und hat drei Kinder.
Er ist von ausgleichender, verbindlicher und toleranter Wesensart und sucht die Möglichkeiten zur Auflösung von Gegensätzen. 1989 schloss er sich den nationalen Rundtischgesprächen an, zu denen er durch seine Mitarbeit und fachliche Kompetenz einen wertvollen Beitrag leistete.
Sein bevorzugtes Forschungsgebiet ist die Revolution von 1948 sowie die Persönlichkeiten Ferenc Deák, István Széchenyi und Lajos Kossuth. Von ihnen, von ihrer Laufbahn übernahm er die Bindung an das Ungarnturm und die Werte der Verfassung.
In Anerkennung seines beispielhaften Lebensweges, seiner wissenschaftlichen Arbeit und seines Engagements für die Region erhielt er den St.-Martins-Preis des Jahres 2004.